Titan: Methan-Meere auf Eisoberfläche

Titan ist der größte Mond des Ringplaneten Saturn. Außerdem ist der einzige Mond überhaupt, der eine dicke Atmosphäre hat. Die Gesteine an der Oberfläche Titans –  seine Felsen also –  bestehen aus Wassereis. Das Innere von Titan ist zur Zeit nicht heiß, deshalb findet man auf ihm keine Vulkane. Dennoch ist seine Oberfläche in ständigem Wandel, der hauptsächlich durch den Kreislauf eines Stoffes namens Methan verursacht wird. Flüssiges Wasser gibt es auf Titan nicht, weil das Material der Eisfelsen bei der -180°C Kälte ewig „steinhart“ bleibt. Auf Titan kann das Methan gasförmig, fest oder flüssig genauso vorkommen, wie etwa das Wasser auf der Erde: Bei uns ist es das Wasser, das im gasförmigen, flüssigen oder aber auch festen Aggregatzustand vorkommen kann. Auf der Erde kommt Methan nur als Gas vor, zum Beispiel in der Flamme eines Gasherdes. In der kalten Atmosphäre des Titans es fällt Methanregen aus den Wolken. Er sammelt sich zu Flüssen, die dann in die Seen und Meere des Polargebietes fließen. Am Äquator reihen sich parallele Streifen dunkler Dünen aneinander. Ihr Sand bedeckt die Oberfläche. Im Sonnensystem sind es die Landschaften des Titan, die jene auf der Erde am stärksten ähneln. Dennoch ist es ein Himmelskörper, der ganz anders funktioniert als die Erde. Die Raumsonde Huygens landete an seiner Oberfläche in 2005. Diese ist die von der Sonne am weitesten entfernte Welt, wo es jemals Oberflächenfotos gemacht wurden.

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